umweltbewusstsein
März 29th, 2006 at 3:57 pm (panama)
dies ist kein naiver beitrag einer desillusionierten umweltschuetzerin, viel mehr eine nuechtere betrachtung der tatsachen, die vielen vermutlich schon bekannt sein duerften.
die bahia de panama macht auf fotos einiges her; jedoch nicht fuer den fotografen. sie stinkt zum himmel. baden in einem fass fabrikabfaelle waere nicht schaedlicher, so dass die ueberall platzierten schilder eher formalitaet sind, als wirklich noetig. obwohl hier so viel geld in die wasseraufbereitung gesteckt wird, man bedenke, dass sogar meine europaeische verdauung das wasser verkraftet, scheinen die menschen kein besonderes umweltbewusstsein zu besitzen. die ungeklaerten abwaesser fliessen direkt in die bahia. dies soll sich nun aendern, nicht durch bessere reinigung, sondern durch eine ableitung ins offene meer. aus den augen aus dem sinn.
es geht hier nicht um laechelnde deutsche, sondern um den hintergrund, dort sieht man einen teil der bahia und den corredor sur. es gibt hier vier schnellwege auf denen die carros tag und nacht lang rasen. jeder dritte volljaehrige bewohner faehrt sein eigenes auto (~ konservative schaetzung frei nach maren) und viele minderjaehrige tun es den volljaehrigen gleich, denn mit einer kleinen propina - mit einem kleinen trinkgeld, kommt man schnell aus polizeikontrollen raus.
eine gallone = 4 liter benzin kosten in panama 2.20 usdollar bis 2.70 usdollar, je nachdem was fuer nen tag der tankwart gerade hat oder einem system folgend, dass ich noch nicht durchschaut habe. das ist viel verglichen mit suedamerikanischen laendern. der oelpreis und oekosteuer geplagte deutsche versteht aber wovon ich spreche wenn ich das wort 'dumping' in den raum werfe. naja, aehnlich den usa wird das umweltbewusstsein hier nicht gerade durch spritsparmassnahmen forciert; von kats oder dem drei liter auto wage ich nicht zu traeumen.







