Januar 24th, 2007 at 4:09 am (dies und das)
und weils so schön war muss ich hier natürlich auch nochmal ein wenig über reiseführer herziehen. wir hatten zwei gesamt australische reiseführer zur hand, beide inkl. tasmanien. die zehn seiten im buch hätten sie sich auch sparen können. zu den meisten orten stehen zwei oder drei sätze, aber unzureichende unterkunftsinfos sind zu finden. da verkauft sich die separate tasmanien ausgabe doch gleich dreimal so gut. auch generell haben wir gelernt den reiseführern nicht immer zu trauen. die vom lonely planet als gut angepriesenen clubs waren mit hoher trefferquote ein eher fragwürdiges vergnügen (um meine hier aufgebaute positive art mal nicht zu vernachlässigen) auch bei der auswahl der unterkünfte, so habe ich gerüchte gehört, kann der beistehende kommentar schonmal von der bereitwilligkeit des gastwirtes abhängen den reiseschriftstellern kostenlose logie zu gewähren. der kritische leser kann sich aber auch jederzeit von der qualität gängiger reiseführer ein bild machen. der einfachste weg hierfür ist sicherlich der griff ins bücherregal, am besten nimmt man sich den reiseführer fürs eigene heimatland zur brust. das nahezu die hälfte der reiseschriftsteller für den lp germany von franzosen verfasst ist und der rest von amerikanern für amerikarner sollte auf den ersten paar seiten schonmal nicht schockieren. wer beim weiterlesen des kulinarischen angebots von bregenwurst zu schweinshaxe als typische deutsche kost noch nicht genug hat der blättert weiter zu seinem heimatort um dort das erwähnte kulturangebot zu checken. erschreckend nicht? für h an der l wurde mit der glocke wohl ein zufallstreffer gelandet über alles weitere bewahre ich lieber aufgebrachtes schweigen.
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Januar 22nd, 2007 at 1:57 am (australia)
ha, wir haben sie entdeckt.
als ich gestern abend mit meinem bruder telefonierte, kommentierte er in seiner gewohnt trockenen art, dass wombats aussehen wie haarige schweine. trotz meiner tiefen affektion für diese possierlichen tierchen muss ich ihm in einer hinsicht beipflichten; sie riechen zumindest so.
wir haben sie endlich gefunden. die mehrheit aller wombats der erde muss sich im narawntapu nationalpark befinden, zusammen mit der hälfte aller wallabies und känguruhs. nachdem wir jeden einzelnen dieser hüpfenden beutler einmal fotografiert hatten, die jungtiere mindestens zweimal, konnten wir uns dann auch den schwerfälligen wombats widmen. schwerfällig nur bis man sie einmal in vollem sprint gesehen hat, aber trotzdem in nationalpark brochüren noch bulldozer der steppe gennant. ab dämmerungszeit konnte man die scheuen wombats bewundern, am zweiten abend haben wir sogar zwei mit jungen gesehen. sehr putzig; vom prinzip her aber einfach eine kleinere version der eltern.

wombats sind aber nur die spitze des eisbergs. tasmanien hat uns umgehauen. erst in der cradle mountain und lake st clair gegend mit unglaublichen landschaften -ich habe meinene ersten berg bestiegen…



und danach noch nationalparks wie der tasman oder der narawntapu np mit einer tierwelt die unsere kühnsten träume hat wahr werden lassen. zu den wombats, känguruhs und wallabies kommen noch ameisenigel (ja die gibts wirklich), schnabeltiere, weisbauch seeadler (oder so ähnlich) und schwarze kakadus. nur der tasmanische teufel hatte sich gut genug versteckt um uns verborgen zu bleiben; vermutlich aber nicht zu letzt durch krankheits dezimierte bestände.

eines ist schon beschlossen, tasmanien hat uns nicht das letzte mal gesehen!
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Januar 22nd, 2007 at 1:26 am (australia)
wir besuchen einen ort an dem es pinguine gibt. kombiniert mit einem mitreisenden dessen lieblingstiere, gleich nach den frechen nasenbären mittelamerikas, diese kleinen flugunfähigen vögel sind, ergibt einen wachsenden druck die recht scheuen tiere zu sehen mit sich naeherndem abreisedatum.
um sich nicht darauf zu verlassen, dass die pinguine uns finden würden, stand ich neulich in der rangerhütte im nationalpark auf der tasman peninsula. an handy netze hatte ich schon aufgehört zu glauben. ich fragte ob es hier wiedererwartend wenigstens einen münzfernsprecher gäbe. “Nein, ist es denn dringend?” “Hmmm. Ich wollte eigentlich nur kurz wo anrufen weil wir eine pinguin tour machen wollten.” “Pinguine?” wurde ich gefragt. “Ja.” “Da könnt ihr auch einfach meinen Mann begleiten der heute abend geht.”, man stelle sich nun mein ungläubiges gesicht vor als mir zwei rote folien gereicht worden um unsere stirnlampen abzudunkeln mit der anweisung um achtuhrdreißig wieder aufzutauchen.
so einfach gelangten wir dann mit dem ranger in die steinige bucht nebenan, wo wir ängstlich sie vielleicht doch zu verpassen zwischen den felsblöcken verharrten. ich hatte schon fast den mut verloren als wir in einiger entfernung nun doch zwei kleine punkte vorwärtshüpfen sahen. ich weiß auch nicht warum diese kleinen scheinbar unathletischen tierchen sich die mühe machen jede nacht über die steile felsküste ihre nester aufzusuchen statt den einfachen weg übern strand zu nehmen. und wie sie kämpfen um die steine hochzukommen, erst wird der schnabel auf den nächsten stein gelegt um dann in einer einzigen bewegung, der stange eines stabhochspringers nicht unähnlich, die nächste hürde zu erklimmen. so kam es dann auch dass eines der kleinen kerlchen quasi neben uns landete. der kleine pinguin bemerkte uns sofort und stellte sich nicht gerade überzeugend tot. soll heißen er bewegte sich nicht mehr, wer jetzt unsicherer in der situation war, der pinguin oder die beiden hilflosen menschen eingeklemmt zwischen ihm und einem großen stein, vermag ich nicht zu sagen. wir wollten nicht daran schuld sein, dass dieses gerade mal 20 centimeter große tier unverrichteter dinge zurück ins meer verschwinden würde und ein kleiner babypinguinmagen heute abend ungefüllt bleiben würde. unsere unsicherheit besiegte dann der andere der zwei der munter an unseren stiefeln vorbeiwatschelte, noch fast drauf sprang und ganz ungehemmt seines weges ging obwohl er uns einfach nicht übersehen haben konnte.

auf dem rückweg durch den wald haben wir dann noch mehr pinguine zusehen bekommen und damit auch den traum diese wunderbaren tiere in ruhe (und nicht in einer 50 mann starken tourigruppe) aus der nähe beobachten zu dürfen.
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Januar 15th, 2007 at 4:48 am (verdammt noch mal)
…wo sind die ganzen wombats hin?
i’ll keep you posted. gruesse aus tassie!
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Januar 9th, 2007 at 8:54 am (australia)
obwohl ja eigentlich nicht mehr so richtig aktuell noch einen eintrag aus sydney. warum nicht mehr aktuell, weil wir schon in den blue mountains waren und dann in melbourne und morgen nach tasmania fahren. einen komplett ruecknlick dann hoffentlich spaeter.
also das sydney aquarium. hm. den eilt ja schon ein ruf voraus…und dort haben wir auch ein paar “alte bekannte” wieder getroffen, die wir ein paar tage zuvor beim tauchen in south west rocks bestaunen durften. den gefaehrdeten grey nurse shark.

und warum isser gefaehrdet? weil leute dachten er wuerde ab und zu einen kleinen menschensnack nicht verachten. wen man mal ganz ehrlich ist, kann man dass den menschen auch nicht uebel nehmen, sieht er doch schon ziemlich hungrig aus. jetzt stellt euch mal vor ihr taucht in einem der letzten brutgrunde dieser schosszahmen tierchen und wisst nicht von deren frohnatur.

ausser den allseits beliebten sharks gabs natuerlich die noch viel beliebteren schnabeltiere (oder liebevoll schnabulatoren), die wir jetzt zwar hinter glas aber dafuer einmal ganz aus der naehe bewundern durften. das haette der kleine oktopus auch gerne gemacht. uebrigens mein erser australischer. die sieht man hier sont nur im babyformat auf marktstaenden…

zm schluss moechte ich noch den fisch der woche vorstellen. marenfarens neuer lieblingsfisch. nemo du loser!

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Januar 2nd, 2007 at 9:37 am (australia)
allen ein frohes neues und dass die ersten guten vorsaetze schon wieder gebrochen worden sind…
…nach langer fahrt haben wir es dann doch noch bis in die hauptstadt geschafft UND (was um die jahreswende noch viel schwieriger ist) auch noch ein erschwingliches plaetzchen zum bleiben gefunden…

die party ging hier schon um 14h los, so konnten wir auch einen platz mit guter sicht auf die oper ergattern…und haben es sogar geschafft in dem trubel noch unsere schoenen huete zu dokumentieren.
morgen gehts ab in die blue mountains,
peace out.
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